Dienstag, 13. November 2012

Lach- und Sachgeschichten - mein Umzug


Erst einmal möchte ich sagen: Ich bin wirklich sehr enttäuscht. Niemand von ihnen hat Anstalten gemacht, an meinem ALDI-Gewinnspiel teilzunehmen. Woran liegt es? Finden sie mich so unsymphatisch? Oder gehören sie etwa zu der arroganten Sorte Mensch, die nur bei REWE einkauft und sich zu fein für die guten ALDI Produkte ist? Ich habe doch wirklich nur versucht, ein guter Blogger zu sein. Ich KANN so nicht arbeiten!
Nun, sie haben ja noch ein bisschen Zeit. Überlegen sie es sich. Ein paar Gläser saure Gurken und abgepackter Weichkäse haben noch niemandem geschadet. Schließlich steht der Winter vor der Tür.

Aber kommen wir nun zum eigentlichen Grund des Eintrags. Da dieses Ritual durchaus verbreitet ist, dachte ich mir, ich werfe hier auch mal ein paar persönliche Nichtigkeiten mit ein, um das Ganze interessanter zu gestalten. Bestimmt gieren manche schon regelrecht nach den Details meines glamourösen Lebens.

Als ich vor ca. einem Jahr nach Schöneberg gezogen bin, war ich hellauf begeistert, endlich in meinen (mehr oder weniger) eigenen vier Wänden zu wohnen, für mich selbst zu sorgen, mein eigenes Klopapier zu kaufen und niemandem Rechenschaft schuldig zu sein, wann ich kam oder ging. Doch schon nach einiger Zeit wurde mir klar: das ist noch nicht das Richtige. Schöneberg und ich, wir werden nicht so dicke Freunde, wie ich gehofft habe. Rastlos, wie ich also war, überlegte ich mir verschiedenste Alternativen. Für ein Studentenwohnheim war ich zu soziapathisch. Für eine Hippie-Kommune hatte ich zu viel Angst vor Geschlechtskrankheiten. Um wieder zu Hause einzuziehen - nun ja, diese Option erklärt sich wohl von selbst.
Also musste eine neue Wohnung her und nach nur wenigen Wochen der halbherzigen Suche kann ich stolz verkünden, dass es sich neben Stalin, Cameron Diaz und Bubble Tea ein weiterer Kandidat auf meiner "meistgehassten Dinge"-Liste gemütlich gemacht hat: der Berliner Wohnungsmarkt.
Durch einen grandiosen Zufall und die Hilfe von tollen Freunden hat es sich jedoch ergeben, dass mir deprimierende Wohnungsbesichtigungen in Köpenick oder Marzahn fürs erste erspart geblieben sind - ja, ich habe eine Wohnung gefunden, eine Wohnung, die nicht nur alle meine bescheidenen Ansprüche übersteigt, sondern auch noch mitten in meinem alten Heimatbezirk liegt. Wenn alles glatt läuft, werde ich also noch vor Ende dieses Jahres mit wehenden Fahnen den Wohnort wechseln.
Man kann sagen, was man will, aber es geht doch nichts über die Vorfreude vor einem neuen Lebensabschnitt! Egal, wie zeit- und geldintensiv der Vorgang sich auch gestalten mag: Ich bin voll des Glückes und muss meinen Freunden und Angehörigen nun nur noch beibringen, dass sie sich dieses Weihnachten jeweils mit einem Mars-Riegel als Geschenk begnügen müssen (ich mache auch eine Schleife drum, versprochen).

Natürlich habe ich auch diesmal die bunten Bildchen nicht vergessen. Ich weiß doch, wieso sie eigentlich hier sind. Die folgenden Schnappschüsse entstanden letztes Wochenende, als mir klar wurde, dass ich nach über einem Jahr in Schöneberg noch nie den Winterfeldtmarkt besucht habe. Dies wurde augenblicklich nachgeholt. Fazit: Märkte sind nett. Man kann dort Brot, Biomehl und Jutetaschen kaufen. Wir haben uns allerdings mit Raclette-Käse und einer Waffel am Stiel begnügt.


PS: Entschuldigen sie meine Knutschmund-ähnliche Mimik, ich wollte bloß meinem Hipster-Schnurrbart gerecht werden.

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