Mittwoch, 29. Mai 2013

cooking for idiots - Erdbeer Rhabarber Vanille Konfitüre


Bonjour, 

es ist mal wieder an der Zeit, Bloggerklischees zu bedienen. Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: wir haben Rhabarber Saison! Was das bedeutet? Gefühlte 1000000 verschiedene Rhabarber Rezepte auf so ziemlich jedem Blog, der irgendwie was mit dem Thema Essen zu tun hat. Und wer wäre ich denn, würde ich mich da nicht einreihen und begeistert die Mitläufer-Fahne schwenken. Um dem Ganzen noch einen drauf zu setzen, konnte allerdings kein stinknormaler Kuchen herhalten. Nein, wenn schon mitmachen, dann richtig, dachte ich mir und bemühte mich zusätzlich zum hippen Rhabarber Rezept um eine Extraportion Retro Flair. Das Ergebnis sehr ihr nun hier: 

Erdbeer Rhabarber Vanille Marmelade! 

(via deli-Magazin)




Dass ich mal in der Küche stehen und Marmelade einkochen würde, das hätte ich eigentlich nicht gedacht. Auch wenn ich sonst ab und an mal den Kochlöffel zücke, hat Marmelade-machen irgendwie diesen anti-feministischen Touch. Schwer zu erklären. Ich assoziiere so eine Tätigkeit eher mit russischen Nachkriegs-Witwen, die 10 Tonnen Obst einkochen, um den Winter in Kasachstan zu überstehen (geschmackloser Vergleich: check).

Jedoch klang das folgende Rezept so verdammt lecker, dass ich mich von diesem Kindergarten-Stereotyp losgesagt und hochmotiviert der Marmeladen-Produktion zugewandt habe. Mit der überraschenden Erkenntnis, dass das Ganze unglaublich simpel ist. Ich kann euch wirklich empfehlen, diese Variante nachzukochen, die Marmelade gehört definitiv zu den leckersten, die ich je probiert habe. Geschmacksorgasmus vorprogrammiert!




Zutaten für 6 Gläser:

- 850g reife Erdbeeren
- 300g Rhabarber
- 1 Vanilleschote
- 500g Gelierzucker (2:1)
- 2 EL Zitronensaft





1. Erdbeeren waschen und putzen. 750g davon abwiegen und in kleine Würfel schneiden. Den Rhabarber ebenfalls putzen, schälen und würfeln. 250g davon abwiegen. 

2. Die Vanilleschote aufschneiden, das Mark herauskratzen und beides (Mark+Schote) zusammen mit Erdbeeren, Rhabarber und Gelierzucker in einen großen Topf geben. Abdecken und 1 Std. Saft ziehen lassen (ohne Hitzezufuhr). 

3. Zitronensaft zugeben. Die Mischung erwärmen und ca. 3 Minuten sprudelnd aufkochen. 

4. Alles mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse pürieren (steht nicht im Original-Rezept und ist auch kein Muss, aber ich bevorzuge Marmelade ohne große Stücken). 

5. Konfitüre mit einer Schaumkelle abschäumen. Vanilleschote herausnehmen und den Rest sofort randvoll in saubere(!) Gläser mit Schraubverschluss geben. Die Gläser daraufhin 5 Minuten auf den Deckel stellen, dann umdrehen und vollständig abkühlen lassen.





Das war auch schon alles. Fertig ist eure ganz eigene, selbstgemachte Marmelade! Manche Dinge muss man eben erst probieren, um zu merken, wie leicht sie eigentlich sind. Noch dazu könnt ihr euch für so eine Oldschool-Aktion die goldene Retro-Plakette verleihen. Ich bin sicher, mit der kommt man in Berlin umsonst in jeden Club. 

Macht´s gut und: 

Kommentare:

  1. "Cooking for Idiots", also perfekt für mich, die die absolute Koch-Idiotin ist! Und mit dem Nachkriegswitwenvergleich hast du den Nagel auf den Kopf getroffen - das hält mich (abgesehen von meiner Unfähigkeit) auch davon ab, Marmelade selbst zu machen. Dafür esse ich sie umso lieber. Und von deiner hätte ich nun gerne einen Löffel, oder zwei.

    Liebe Grüße
    Lisa

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    1. Ohh, das sieht LECKER aus! Ich finde allerdings nicht, dass Marmelade einkochen antifeministisch ist- eine "starke Frau" macht doch, was sie möchte, und wenn das Marmeladenherstellung ist... Aber über deinen Vergleich musste ich trotzdem lachen :)
      Außerdem ist es doch richtig cool, etwas selber zu machen, muss ja nicht immer Basteln sein.
      ;) Teresa

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    2. Dankeee. (:

      Haha, das war natürlich auch nur ironisch gemeint... es ist halt so eine Art Klischee.^^ Aber natürlich denke ich nicht, dass Marmelade-machen antifeministisch wäre, sonst hätte ich mich ja quasi selbst abgestempelt. Heutzutage ist Selbstgemachtes ja auch eher das Markenzeichen von Hipstern oder der Öko-Bewegung und hat den Oma-Touch so gut wie hinter sich gelassen. Es kommt halt alles wieder, nech.^^

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  2. Danke danke danke danke danke! :D
    Mmmmmh Marmelade <3
    Also ich verbinde Marmelade einkochen immer mit Oma...ich weiß nicht ob das gut oder schlecht ist :D

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    1. Omis sind cool. Also Marmelade=Omi=cool. Die Gleichung geht auf, Marmelade ist cool. Tada.^^

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  3. Die Marmelade sieht total lecker aus! :)
    Bin wieder gut aus Berlin heimgekommen & es war klasse! War hauptsächlich Shoppen & mit Freunden weggehen ;) War auch im Alexa, wie du gesagt hast!

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  4. sehr hübsche Bilder, die Marmelade sieht wunderbar aus. :)

    vielleicht hast du ja noch Lust mit deinem Rezept bei unserem Foodblog Rhabarber-Event ( http://www.kuechenplausch.de/events/cmviews/id/77 ) auf Küchenplausch mitzumachen. Es gibt auch schöne Preise zu gewinnen und viele tolle Rhabarber-Rezepte zu entdecken.

    Liebe Grüße
    Isabell

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  5. Hallo, das hört sich Mega lecker an.
    Allerdings habe ich eine Frage: in der zutatenliste steht 850gramm Erdbeeren und in der Zubereitung 750 Gramm. Wieviel braucht Frau denen nun?

    Danke schonmal für die Antwort.

    Manu

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