Sonntag, 5. Mai 2013

sunday photobomb - Nostalgie Edition

Einen wunderschönen Sonntag!

Ich hoffe, ihr konntet das tolle Wetter nutzen und seid nicht zum verkaufsoffenen Sonntag wie Zombies durch die Geschäfte geschlurft. An dieser Stelle mein Beileid an die armen Verkäufer! 

Heute gibt es mal einen etwas anderen Eintrag. Vor ein paar Tagen habe ich mich ganz vorbildlich an den PC gesetzt, um meine Festplatte aufzuräumen und Bilder zu sortieren. Dabei stieß ich auf Ordner,die mehrere Jahre alt sind und meine ersten Annäherungsversuche an die Fotografie beinhalten. Heutzutage, wo praktisch jeder zweite über eine DSLR inklusive Bearbeitungsprogramm verfügt, ist es mehr als einfach, ein Foto seines morgendlichen Kaffees wie den Ausschnitt eines Hochglanzmagazins aussehen zu lassen. Um Motive braucht man sich kaum mehr kümmern, denn die Photoshop Gradiationskurve lässt alles irgendwie interessant wirken. Wie kurios erscheinen da die Zeiten, in denen man mit winzigen Digitalkameras fotografierte, die einem keinerlei Gestaltungsspielraum ließen, als die eigene Kreativität.
Meine allererste Kamera war eine kleine Lumix, Modell soundso, die ich wie einen Schatz hütete und überall mit hinnahm. Auf meiner Suche nach Motiven robbte ich durch Büsche, schlängelte mich durch Nebenstraßen und zwang meine Freunde, mir Modell zu stehen. Im Nachhinein fällt mir auf, wie viel natürlicher und kreativer meine Fotos von damals aussehen, während ich heute zwar ein geübteres Auge habe, aber oft fast beiläufig fotografiere, in der Gewissheit, nachträglich alles optimieren zu können. Dieses spielerische, aufregende an der Fotografie, die Welt durch den Sucher zu sehen und nicht auf Lichtverhältsnisse zu achten, das Knipsen ohne den Hintergedanken, das Ergebnis online zu stellen,  diese Dinge gehen nur allzu leicht verloren und erinnern mich daran, dass Fotografie kein Wettkampf, sondern in erster Linie mein Hobby, meine ganz eigene Art, die Welt zu sehen, ist. 

An dieser Stelle folgt nun eine Auswahl an längst vergangenen Bildern, die ich exklusiv für euch (tamtamtaaam) herausgekramt habe und die mir neben meinem eigenen Fortschritt vor Augen halten, wie alt ich doch bin (ich komme nicht darauf klar, wie jung meine Schwester auf den Bildern aussieht!).  


1. Fototouren mit meiner Schwester: auch damals schon mein meistgeliebter Zeitvertreib. // 2. Burger fratzen am Ostbahnhof. // 3. Laternen. // 4. Le moi aus verschiedenen Perspektiven (nein, ich weiß nicht, wer die kleinen Jungs rechts sind). // 5. Körper. // 6. Weihnachtsmarkt am Alex und verschneite Blätter. // 7. Seine Augen zu fotografieren war damals irgendwie total in. // 8. Melancholie in der Wanne und total tiefsinniger Müll im U-Bhf. // 9. Lesen. // 10. Vive la nature! // 11. Griechische Oliven.


Kommentare:

  1. Stimmt schon, was du da schreibst: wirklich wichtig ist doch, wie man die Dinge sieht, und nicht wie man sie bearbeitet. Deine Bildersammlung zeigt da einige schöne Beispiele - deine persönliche Art, die Dinge zu sehen...
    Übrigens kommt dein Beitrag hoffentlich morgen - hatte etwas viel um die Ohren und bin außerdem das ganze WE mit der Kamera rumgerannt (meine Sichtweise und so...)
    LG
    Christiane

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  2. achja, der hübsche, saubere alexanderplatz. :D
    xx

    CsCloset

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